Gesetzgeber stärkt gemeinnuetziges Handeln

Juli 6th, 2007 | Posted by Stadtmarketing Alsdorf in Uncategorized - (Kommentare deaktiviert für Gesetzgeber stärkt gemeinnuetziges Handeln)

Verbesserte Vergünstigungen für Vereine und Stiftungen
Der Deutsche Bundestag hat am 06.07.07 das Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements – gemeinnütziges Handeln – verabschiedet. Dem hat der Bundesrat am 21.09.2007 zugestimmt. Damit ist der Weg frei für eine deutliche großzügigere Regelung beim Gemeinnützigkeits- und Spendenrecht.

Das Gesetz wird rückwirkend zum 01.01.2007 in Kraft treten, sodass sich insbesondere die verbesserten Fördermöglichkeiten für Spenden, Stiftungen und Übungsleitern bereits im laufenden Jahr voll auswirken. Der Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat das neue Gesetz „Hilfen für Helfer“ genannt. Die finanzielle Anreize sollen bürgerschaftliches Engagement in Deutschland stärken. Jeder, der zum Gemeinwohl der Allgemeinheit beiträgt, soll darin bestärkt werden.

Zwei Millionen Ehrenamtler kommen in den Genuss eines Steuervorteils. Steuervorteile für Ehrenamtler, Erhöhung der Übungs-leiterpauschale, vereinfachte Spenden-praxis und mehr Möglichkeiten für Vereine Geld zu verdienen – das Geschenk ist groß.es zu einer Anhebung der Besteuer-ungsgrenze auf 35.000 Euro kommt. Dies gilt für wirtschaftliche Betätigungen, Zweckbetriebs, sportliche Veranstaltungen und für die Pauschalierung der Vorsteuer.

Ehrenamtler:
Es wird einen allgemeinen Steuerfreibetrag für Einnahmen aus gemeinnützigen Tätigkeiten aller Art geben. Um die Maximalhöhe wurde bis zum Schluss gerungen, sie wird nun bei 500 Euro liegen.

Übungsleiterpauschale:
Die steuerlich anrechenbare Übungsleiter-pauschale von derzeit 1848 Euro pro Jahr wird auf 2.100 Euro angehoben. Das entspricht einer Pauschale von 175 Euro pro Monat (bisher: 154 Euro).

Spendenvereinfachung:
Spenden an gemeinnützige Organisationen und Vereine werden bis zu einer Höhe von 200 Euro auch ohne Spendenquittung bzw. Zuwendungsbestätigung und ohne weitere Angabe des genauen Spendzwecks anerkannt (bisher: 100 Euro).
Durften bisher für Spenden maximal zehn Prozent des Einkommens steuermindernd geltend gemacht werden, beträgt die Höchstgrenze nun 20 Prozent.

Einnahmen von Vereinen und Stiftungen:
Gemeinnützige Einrichtungen können zukünftig mehr Geld erwirtschaften. Deshalb wird die Freigrenze für wirtschaftliche Betätigungen auf 35.000 Euro erhöht (bisher: 30.678 Euro). Das gilt auch für die Zweckbestimmungsgrenze bei Sportveranstaltungen.

Stiftungsvermögen:
Der Vermögensaufbau von Stiftungen wird gefördert, indem der Höchstbetrag für die Kapitalausstattung von 307.000 auf eine Million Euro angehoben wird.

Weitere Maßnahmen:
Das neue Gesetz sieht darüber hinaus vor, einen zeitlich unbegrenzten Spenden-vortrag einzuführen. Förderungswürdige Zwecke sollen im Gemeinnützigkeits- und Spendenrecht besser abgestimmt und bürokratische Hürden im Spendenrecht abgebaut werden. Die Haftung für fehlverwendete Zuwendungen und unrichtige Zuwendungsbestätigungen soll von 40 auf 30 Prozent der Zuwendungen verringert werden.